Freitag, 1. Dezember 2017

Rezension zu "Cassandra - Niemand wird dir glauben"


                   Autor/in: Eva Siegmund

                   Verlag: cbt

                   Erscheinungsdatum: 13.11.17

                   Seitenanzahl: 460

                   Neupreis: 12,99€


Inhalt

Nachdem Liz ein Interview mit dem allmächtigen Chef der NeuroLink AG geführt hat, ist dieser tot. Da alle Beweise gegen sie sprechen, wird sie aus Berlin verbannt, doch Liz hat einen Filmriss und kann sich nicht mehr an das Interview erinnern. Sophie bleibt in Berlin zurück und ist fest entschlossen, die Wahrheit herauszufinden, doch schon bald ist auch sie in der Stadt nicht mehr sicher.

Meine Meinung

Das Buch gibt sehr viel Stoff zum Nachdenken. Darüber, was richtig und falsch ist, was menschlich ist, über Politik und Wirtschaft. Das fängt schon ganz am Anfang des Buchs an. Teilweise muss man genau darüber nachdenken, manchmal springen einem die Parallelen zu unserer heutigen Welt aber auch praktisch in die Augen. Darauf bezogen ist das Ende auch in verschiedenen Hinsichten sehr traurig. Das macht das Buch aber auf keinen Fall langweilig. Es war wirklich sehr interessant, darüber zu lesen und sich zum Beispiel Gedanken über unsere heutige Welt und die Zukunft zu machen.
Das Handeln der Protagonisten fand ich nicht immer nachvollziehbar. Manchmal werden in dem Buch auch Begriffe genannt, die in der Welt aus "Cassandra" wohl bekannt sind, in dem Buch aber nie erklärt wurden, teilweise konnte ich mir also gar nichts unter diesen Begriffen vorstellen. Manche Sachen konnte man nicht verstehen, da zum Beispiel die Handlung nicht immer verständlich erklärt wurde. Das war in dem zweiten Band ausgeprägter als im ersten. Es kommen auch plötzlich relativ viele neue Leute dazu, dabei ist es schwierig, die Namen den dazugehörigen Leuten zuzuordnen. 
Was die Protagonisten durchmachen müssen und empfinden wird sehr nachvollziehbar beschrieben. Deswegen ist das Buch an manchen Stellen sehr traurig. Die Handlung ist vom Anfang bis zum Ende sehr spannend und die Protagonisten scheinen von der einen misslichen Lage in die nächste zu geraten. Es war aber nicht gerade schwierig, als Leser herauszubekommen, wer der Mörder ist. Dadurch wurde es aber nicht langweilig, da man sich dann nämlich zum Beispiel Gedanken über den Ablauf des Mordes und die Beweggründe des Mörders macht, obwohl diese auch nicht schwer zu erraten waren. Aber vielleicht wäre es ja trotzdem spannender gewesen, wenn man als Leser nicht so schnell erfahren hätte, wer der Mörder ist und es auch nicht so einfach zu erraten gewesen wäre. 

Bewertung

4/5 Sternen

(gesponserte Produktplazierung)


Freitag, 3. November 2017

Rezension zu "Scherben der Dunkelheit"

 
                       Autor/in: Gesa Schwartz
                       Verlag: Cbt
                       Erscheinungsdatum: 25. 09. 2017
                       Seitenanzahl: 592
                       Neupreis: 17,99€

Inhalt

Als die sechzehnjährige Anouk eine Vorstellung des "Dark Circus" besucht, zieht sie der geheimnisvolle Zirkus mit seinen außergewöhnlichen Darbietungen sofort in ihren Bann. Auch der mysteriöse Zauberer Rhasgar fasziniert sie, doch der Zirkus birgt mehr dunkle Geheimnisse als sie ahnt und bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr, denn nichts ist in dem Zirkus, wie es scheint.

Meine Meinung 

An sich ist das Buch in einem flüssigen Schreibstil geschrieben, aber der Schreibstil ist auch sehr fantasievoll, deswegen muss man sich beim Lesen meistens sehr konzentrieren, was das Lesen teilweise etwas anstrengend macht. Man braucht für das Buch sehr viel Fantasie. Teilweise konnte ich nicht ganz nachvollziehen, wie die Protagonisten/die Protagonistin einen Schritt weitergekommen ist oder kommen wollte/n. Das liegt vielleicht daran, dass man die Handlungen in diesem Buch nicht so "logisch" betrachten kann, wie bei anderen Urban Fantasy Büchern. Hier kann man die Handlung nicht immer mit "logischem Denken" (bei Fantasy Büchern könnte das an sich ja eigentlich funktionieren, was die Handlung und nicht den Realitätsbezug angeht) mitverfolgen, sondern man sollte am Besten sehr fantasievoll mitdenken. Die Handlung ist manchmal etwas verwirrend, besonders am Ende und bei der Auflösung. Teilweise passiert nicht viel Neues, aber es ist trotzdem nicht langweilig zu lesen. Es ist sehr spannend und zum Beispiel durch bestimmte Personenbeschreibungen an einigen Stellen schon gruselig. Die "guten" Charaktere kann man wirklich ins Herz schließen. Teilweise ist es vielleicht etwas schwer, den Überblick über die Charaktere zu behalten. Es ist ein sehr fantasievolles Buch mit einer sehr guten und relativ außergewöhnlichem Idee, interessanten Charakteren und einer spannenden und manchmal schon gruseligen Handlung.

Bewertung

4,5/5 Sternen

Samstag, 28. Oktober 2017

Rezension zu "Die schönsten Märchen von Hans Christian Andersen"


                  Autor:Hans Christian Andersen/
                  Florian Storrer-Madelung und
                  Gisela Perlet                                  
                  Verlag: Penguin Verlag
                  Erscheinungsdatum: 10. Juli 2017
                  Neupreis: 12,-€
                  Seitenanzahl: 381


Inhalt

In diesem Buch sind die 21 schönsten und beliebtesten Märchen von Hans Christian Andersen zusammengestellt. Darunter sind Märchen wie "Däumelinchen", "Die Prinzessin auf der Erbse", "Das hässliche Entlein" und "Des Kaisers neue Kleider", aber auch längere Märchen wie "Die Schneekönigin", "Die kleine Meerjungfrau" und "Die Eisjungfrau".

Meine Meinung

Eigentlich hat das Buch einen einfachen Schreibstil, in dem der Märchenstil trotzdem beibehalten ist. Außerdem hat es oft ausschweifige und bildliche Beschreibungen. Deswegen und wegen dem Märchenstil könnte ich nicht immer sofort alles verstehen, die Handlung war teilweise schwer mitzuverfolgen und es war teilweise anstrengend zu lesen. Besonders ausschweifig wurden die Beschreibungen bei längeren Geschichten, die sich dadurch oft sehr gezogen haben, schwer mitzuverfolgen und anstrengender zu lesen waren. Diese Geschichten haben gar nicht so viel Inhalt und sie hätten kürzer sein können. In kürzeren Geschichten wurde nicht so viel so ausschweifig beschrieben, deshalb waren sie einfacher zu lesen. Einige Märchen haben ein trauriges Ende. Besonders eins ist meiner Meinung nach sehr traurig und emotional. Bei den Märchen kann man den Realitätsbezug, die Lehre oder den Gedanken, der hinter dieser Geschichte steckt, erkennen. Einige Märchen haben auch Fantasyelemente und eine "stufenweise fortschreitende" Entwicklung, was mir bei dem Märchen "Die kleine Meerjungfrau" leider nicht so gut gefallen hat, da es am Ende einen ganz neuen Ansatz gab, der nicht weiterverfolgt wurde.
In ein paar Märchen ging es auch um das Christentum, was vielleicht nicht in das Märchenschema insgesamt passt, da es in diesen Geschichten ja den Glauben angeregt hat. In den Märchen reist man um die Welt. In einigen Geschichten werden die Regionen bzw. Länder sogar genannt. Sie werden sehr gut und nachvollziehbar beschrieben.

Bewertung

3,5/5 Sternen

       

Samstag, 24. Juni 2017

Rezension zu "The girl before"

                      Autor/in: JP Delaney
                      Verlag: Penguin
                      Erscheinungsdatum: 25. 04. 17
                      Seitenanzahl: 400

Inhalt:
Nach einer Tragödie sucht Jane in neues Zuhause. Günstig kann sie in der Folgate Street 1 wohnen, dich der Architekt hat viele merkwürdige Regeln aufgestellt. Außerdem findet sie heraus, dass die Frau, die dort vor ihr gewohnt hat, auf eine tragische Weise gestorben ist und ihr verblüffend ähnlich sah.

Meine Meinung:
Das Buch ist leider sehr langatmig und hat keine wirklich spannenden Stellen. Der Schreibstil ist flüssig, aber für einen Thriller ist das Buch viel zu sexistisch. Die Idee ist zwar spannend, doch deren Potenzial wurde nicht genutzt und die Auflösung ist meiner Meinung nach unlogisch, da sie nicht zu der Grundidee passt.

Bewertung: 1,5/5 Sternen

Freitag, 2. Juni 2017

Rezension zu "Be my Girl"




                    Autor/in: Nina Sadowsky
                    Verlag: Penguin
                    Erscheinungsdatum: 13.02.17
                    Seitenanzahl: 332


Inhalt:
Rob und Ellie sind das perfekte Paar. Doch kurz nach dem Ja-Wort liegt alles in Scherben: 
Rob hat eine entsetzliche Vergangenheit und je mehr Ellie erfährt, desto tiefer wird sie in einen Strudel aus Lügen und Verrat gezogen. Wie weit will sie gehen, um ihre Liebe zu retten? Doch auch Ellie war nicht ehrlich zu ihm, aber davon ahnt Rob nichts.
  
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sehr flüssig, sodass man das Buch gut lesen kann und die Umgebung wird oft sehr ausführlich beschrieben. Leider sind die Sätze ein paar mal sehr lang und kompliziert, sodass ich sie nicht richtig verstehen konnte. Es ist zwar nicht durchgehend spannend, aber trotzdem sehr oft und es gibt einige überraschende Wendungen. Da die Kapitel, in denen etwas aus der Vergangenheit erzählt wird, zeitlich komplett durcheinander sind, ist es sehr interessant, dass man immer wieder "in eine andere Zeit springt". Es gibt sehr viele Personen, wodurch man sie dadurch leider nicht alle genau einordnen kann. Teilweise ist das Buch etwas verwirrend. Dass es ein Psycho-Thriller ist konnte ich nur an ein paar Stellen erkennen. Trotzdem ist es ein sehr spannendes Buch mit einer guten Idee.

"Be my Girl" bekommt von mir 4/5 Sternen.


Montag, 6. März 2017

Rezension zu "Das Juwel-Die Gabe"

                     Autor: Amy Ewing
                     Verlag: FJB
                     Erscheinungsdatum: 20. 08. 2015
                     Seiten: 444


Inhalt:
Violet wird wegen ihrer Begabung an die Herzogin vom See verkauft, wodurch sie bitterer Atmut entkommt und ein Leben im Luxus führt. Doch sie muss der Herzogin ein Kind schenken. Hinter den glänzenden Fassaden des Juwels lauern Manipulation, Gewalt und Tod.

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Idee des Buches gefällt mir sehr gut. Außerdem finde ich, dass die Charaktere sehr gut ausgearbeitet sind, was mir wirklich gut gefallen hat. Man kommt super durch das Buch durch. Es ist sehr spannend. Wenn gerade etwas Spannendes passiert ist und man sich kurz an die 'Ruhe vor dem Sturm' gewöhnt hat, wird man wieder überrascht. Das Einzige, was meiner Meinung nach noch besser hätte ausgearbeitet sein können, war die Beziehung des Juwels zu den anderen Kreisen. Die Unterdrückung ist nicht so gut eingebracht worden.

Bewertung: 4,5/5 Sterne

Fazit:
Ein sehr spannendes Buch mit gut ausgearbeiteten Charakteren, einem tollen Schreibstil und einer guten Idee. Jedoch wurde die Unterdrückung ein wenig links liegen gelassen.



Freitag, 10. Februar 2017

Rezension zu "Wer war Alice"


Autor: T. R. Richmond
                       Verlag: Goldmann
                       Erscheinungsdatum: 2015
                       Seitenanzahl: 444

Inhalt: Wer war Alice Salmon? Studentin. Journalistin. Tochter. Sie liebte es, lang auszugehen. Sie hasste Deadlines. Sie war diejenige, die letztes Jahr im Fluss ertrank. Aber das ist nicht die ganze Geschichte.

Meinung: Die Grundidee, der Aufbau und manchmal auch der Schreibstil des Buches sind sehr interessant. Die Auflösung war auch etwas interessant, mehr als 'etwas' aber auch nicht. Am Anfang gab es einen Artikel, der mir gut gefallen hat. Leider war das Buch aber fast komplett langweilig und man kann es echt nicht als Psychothriller bezeichnen. Wenn man wissen möchte, was passiert ist, hätte es gereicht, wenn man nur ein paar Seiten gelesen hätte, da die Auflösung viel zu kurz und zu einfach war. In anderen Psychothrillern ist die Lösung nicht so kurz und schlicht, sondern kompliziert und vielschichtig. In dem ganzen Buch erfährt man fast nur Dinge über Alice und Mr. Cooker, die nur wenig mit Alice' Tod zu tun haben, wodurch man jedoch Vermutungen aufstellen kann. Wenn das Buch nicht wie ein 'herausragender Psychothriller' beschrieben worden wäre, hätte ich mir gar nicht so viel erhofft und es in ein ganz anderes Genre eingeordnet, wohin es vielleicht viel besser gepasst hätte, denn so ist es meinen Erwartungen überhaupt nicht gerecht geworden. In dem ganzen Buch wurde fast gar keine Spannung aufgebaut. Außerdem hätte man viel mehr aus der Idee machen können, zum Beispiel einen wirklich spannenden Psychothriller. Meiner Meinung nach hat der Aufbau des Buches bei den Briefen von Jeremy an an Larry nicht sehr gut funktioniert, da sie wie Kapitel aus Jeremy Cookes Sicht war, nur dass er Larry manchmal erwähnt hat. Es gibt zwar auch ein paar Tagebucheinträge von Alice dazwischen oder Chatverläufe, trotzdem kommt es einem so vor, als wäre Mr. Cooker der Protagonist, was dem Aufbau des Buches wiederspricht. Die Texte von Jeremy waren oft sehr anstrengend zu lesen, da ich seine Ausdrucksweise oft nicht richtig fande und der Autor manche Sachen einfach hätte weglassen sollen. Die ganzen Zeitsprünge waren außerdem oft sehr verwirrend. Ich denke aber, dass die Suche nach der eigenen Identität ziemlich gut aufgegriffen wurde. Bei mir ist beim Lesen überhaupt nicht das Gefühl entstanden, weiterlesen zu wollen und wissen zu wollen, was denn nun hinter allem steckt. Die Auflösung war teilweise auch etwas verwirrend, weil man im Laufe des Buches verschiedene Sachen erfährt, die einem ein ganz anderes Bild zeigen, als das, was in der Auflösung beschrieben wurde. 

Bewertung: 1,5/5 Sterne

Fazit: "Wer war Alice" ist ein Buch, das man in ein anderes Genre einordnen sollte, damit man sich keine Erwartungen macht, die es nicht erfüllen kann. Der Bezug zu der Suche nach der eigenen Identität ist sehr interessant, doch in dem Buch wird fast gar keine Spannung aufgebaut und man erfährt ziemlich viel, das mit Alice' Tod gar nichts zu tun hat und sehr uninteressant ist. Die Auflösung hat viele Macken und auch sonst gibt es einige störende Dinge. Wenn man kein spannendes Buch erwartet, könnte es vielleicht ein wenig besser sein.