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Rezension zu "Wer war Alice"


Autor: T. R. Richmond
                       Verlag: Goldmann
                       Erscheinungsdatum: 2015
                       Seitenanzahl: 444

Inhalt: Wer war Alice Salmon? Studentin. Journalistin. Tochter. Sie liebte es, lang auszugehen. Sie hasste Deadlines. Sie war diejenige, die letztes Jahr im Fluss ertrank. Aber das ist nicht die ganze Geschichte.

Meinung: Die Grundidee, der Aufbau und manchmal auch der Schreibstil des Buches sind sehr interessant. Die Auflösung war auch etwas interessant, mehr als 'etwas' aber auch nicht. Am Anfang gab es einen Artikel, der mir gut gefallen hat. Leider war das Buch aber fast komplett langweilig und man kann es echt nicht als Psychothriller bezeichnen. Wenn man wissen möchte, was passiert ist, hätte es gereicht, wenn man nur ein paar Seiten gelesen hätte, da die Auflösung viel zu kurz und zu einfach war. In anderen Psychothrillern ist die Lösung nicht so kurz und schlicht, sondern kompliziert und vielschichtig. In dem ganzen Buch erfährt man fast nur Dinge über Alice und Mr. Cooker, die nur wenig mit Alice' Tod zu tun haben, wodurch man jedoch Vermutungen aufstellen kann. Wenn das Buch nicht wie ein 'herausragender Psychothriller' beschrieben worden wäre, hätte ich mir gar nicht so viel erhofft und es in ein ganz anderes Genre eingeordnet, wohin es vielleicht viel besser gepasst hätte, denn so ist es meinen Erwartungen überhaupt nicht gerecht geworden. In dem ganzen Buch wurde fast gar keine Spannung aufgebaut. Außerdem hätte man viel mehr aus der Idee machen können, zum Beispiel einen wirklich spannenden Psychothriller. Meiner Meinung nach hat der Aufbau des Buches bei den Briefen von Jeremy an an Larry nicht sehr gut funktioniert, da sie wie Kapitel aus Jeremy Cookes Sicht war, nur dass er Larry manchmal erwähnt hat. Es gibt zwar auch ein paar Tagebucheinträge von Alice dazwischen oder Chatverläufe, trotzdem kommt es einem so vor, als wäre Mr. Cooker der Protagonist, was dem Aufbau des Buches wiederspricht. Die Texte von Jeremy waren oft sehr anstrengend zu lesen, da ich seine Ausdrucksweise oft nicht richtig fande und der Autor manche Sachen einfach hätte weglassen sollen. Die ganzen Zeitsprünge waren außerdem oft sehr verwirrend. Ich denke aber, dass die Suche nach der eigenen Identität ziemlich gut aufgegriffen wurde. Bei mir ist beim Lesen überhaupt nicht das Gefühl entstanden, weiterlesen zu wollen und wissen zu wollen, was denn nun hinter allem steckt. Die Auflösung war teilweise auch etwas verwirrend, weil man im Laufe des Buches verschiedene Sachen erfährt, die einem ein ganz anderes Bild zeigen, als das, was in der Auflösung beschrieben wurde. 

Bewertung: 1,5/5 Sterne

Fazit: "Wer war Alice" ist ein Buch, das man in ein anderes Genre einordnen sollte, damit man sich keine Erwartungen macht, die es nicht erfüllen kann. Der Bezug zu der Suche nach der eigenen Identität ist sehr interessant, doch in dem Buch wird fast gar keine Spannung aufgebaut und man erfährt ziemlich viel, das mit Alice' Tod gar nichts zu tun hat und sehr uninteressant ist. Die Auflösung hat viele Macken und auch sonst gibt es einige störende Dinge. Wenn man kein spannendes Buch erwartet, könnte es vielleicht ein wenig besser sein.

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Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Idee des Buches gefällt mir sehr gut. Außerdem finde ich, dass die Charaktere sehr gut ausgearbeitet sind, was mir wirklich gut gefallen hat. Man kommt super durch das Buch durch. Es ist sehr spannend. Wenn gerade etwas Spannendes passiert ist und man sich kurz an die 'Ruhe vor dem Sturm' gewöhnt hat, wird man wieder überrascht. Das Einzige, was meiner Meinung nach noch besser hätte ausgearbeitet sein können, war die Beziehung des Juwels zu den anderen Kreisen. Die Unterdrückung ist nicht so gut eingebrach…